Weiterbildungspflicht für Makler - das Wichtigste im Überblick

allgemein

INHALTSVERZEICHNIS

  1. Für wen genau gilt die Pflicht zur regelmäßigen Weiterbildung?
  2. Nachweispflicht über Immobilienmakler Schulungen und Qualifikationen
  3. Diese Formen der Fortbildung dürfen Sie wählen
  4. Inhalte - in diesen Bereichen müssen Sie sich als Makler fortbilden
  5. Wann müssen Sie sich nicht weiterbilden? Wer ist von der Weiterbildungspflicht befreit?
  6. Wo können Sie sich als Makler weiterbilden?
  7. Deutsche Makler Akademie bietet ein sogenanntes MaBV Weiterbildungsabo 20h an
  8. Fazit

 

Zum 1. August 2018 wurde eine Fortbildungspflicht für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter eingeführt. Mindestens 20 Stunden (Zeitstunden von je 60 Minuten) Fortbildung innerhalb von drei Kalenderjahren ab dem Jahr der Tätigkeitsaufnahme sind damit für alle berufstätigen Makler Pflicht. Fortbilden müssen sich auch diejenigen Mitarbeiter, die an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirken.

Ob Nachweis und Formen der Weiterbildung, Themengebiete, Inhalte oder Orte und Durchführung - wir geben Ihnen hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Aspekte der Immobilienmakler Fortbildung. So erhalten Sie vorab einen schnellen Einblick ins Thema.
 

Für wen genau gilt die Pflicht zur regelmäßigen Weiterbildung?

Weiterbildung Mann lerntSie sind Immobilienmakler oder Wohnimmobilienverwalter? Dann sind Sie per Gesetz dazu verpflichtet, Ihr Fachwissen alle drei Kalenderjahre zu aktualisieren und weiter zu vertiefen. Das heißt für Sie: Sie müssen sich in Immobilienmakler Seminaren weiterbilden, ob Sie wollen oder nicht. Dabei bleibt es Ihnen überlassen, wie Sie Ihre Fortbildungsstunden verteilen möchten: Sie können die Weiterbildung in einem Kalenderjahr absolvieren oder die Stunden auf drei Kalenderjahre verteilen.

Sie sind als Makler und gleichzeitig auch als Wohnimmobilienverwalter tätig? In diesem Fall sind Sie gehalten, sich für beide Tätigkeiten im Umfang von jeweils 20 Stunden fortzubilden.
 

Nachweispflicht über Immobilienmakler Schulungen und Qualifikationen

Immobilienmakler Weiterbildung ZertifikateFordert die erlaubniserteilende Behörde Sie auf, dann müssen Sie als Makler und als Immobilienverwalter Auskunft über ihre Fortbildungsmaßnahmen in den letzten drei Kalenderjahren geben können. Wichtig: Bewahren Sie Ihre Immobilien Zertifikate und Nachweise fünf Jahre lang gut auf, ansonsten droht ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.

Gegenüber Ihren Auftraggebern und Kunden besteht für Sie eine Informationspflicht über Ihre berufsspezifischen Qualifikationen sowie die bereits erfolgten Schulungen. Sie beschäftigen fortbildungspflichtige Mitarbeiter? Hierbei gilt: Sie müssen keine Einzelnachweise erbringen. Es reicht aus, wenn Sie bestätigen, dass Ihre Angestellten die Weiterbildungen absolviert haben.
 

Diese Formen der Fortbildung dürfen Sie wählen

Weiterbildung Frau lerntFür die Fortbildung dürfen Sie zwischen verschiedenen Formen wählen. Sie können die Weiterbildungsseminare beispielsweise in Präsenz besuchen. Möglich sind auch Schulungen in Form von betriebsinternen Maßnahmen des Maklers oder Verwalters.

Eine weitere Alternative ist, die Fortbildung in einem begleiteten Selbststudium zu erledigen. Ihre Lernerfolge müssen dann durch den Anbieter der Weiterbildungsmaßnahme kontrolliert werden. Außerdem sollen sie durch Immobilienmakler-Zertifikate nachweisbar sein.
 

Inhalte - in diesen Bereichen müssen Sie sich als Makler fortbilden

Eine ausführliche Liste mit den inhaltlichen Anforderungen finden Sie in der MaBV (Makler- und Bauträgerverordnung).

Der Themenkomplex der Fortbildung für Makler umfasst folgende Bereiche: Kundenberatung, Grundlagen des Maklergeschäfts, Grundlagen der Finanzierung, Grundlagen Immobilien und Steuern, rechtliche Grundlagen. Außerdem Verbraucherschutz und Wettbewerbsrecht.

Wohnimmobilienverwalter müssen sich in diesen Themenbereichen weiterbilden: Grundlagen der Immobilienwirtschaft, rechtliche Grundlagen, kaufmännische Grundlagen, Verwaltung von Wohnungseigentumsobjekten, Verwaltung von Mietobjekten, technische Grundlagen der Immobilienverwaltung, Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutz

Den Maklern und Wohnimmobilienverwaltern ist es selbst überlassen, wie sie die 20 Stunden Fortbildung in den drei zur Verfügung stehenden Jahren aufteilen. Sie können alle notwendigen Fortbildungsstunden an einem Stück absolvieren oder auf mehrere Zeiträume verteilen.
 

 

Wann müssen Sie sich nicht weiterbilden?
Wer ist von der Weiterbildungspflicht befreit?

Wenn Sie in einem Maklerbüro angestellt sind und rein administrative Tätigkeiten ausüben, die mit der Arbeit des Maklers und des Wohnimmobilienverwalters nichts zu tun haben (beispielsweise Buchhaltung, Personalabteilung), dann sind Sie von dieser Pflicht befreit.

Wo können Sie sich als Makler weiterbilden?

Weiterbildung Präsenz SeminarDas Wichtigste vorweg: Die Weiterbildungsanbieter müssen weder staatlich anerkannt, noch zertifiziert sein. Daher existiert auch keine Liste der Anbieter. Für Ihre Fortbildung haben Sie also verschiedene Möglichkeiten.

Es gibt zahlreiche Kurse, Seminare und Webinare für Makler. Der Kursanbieter muss jedoch gewährleisten, dass die Anforderungen an die Qualität der Weiterbildung beachtet und auch erfüllt werden.
 

Deutsche Makler Akademie bietet ein sogenanntes MaBV Weiterbildungsabo 20h an

Die Deutsche Makler Akademie hat auf die Weiterbildungspflicht für Makler und Wohnimmobilienverwalter reagiert und ein spezielles System, das MaBV Weiterbildungsabo 20h, entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Weiterbildungsflatrate zum Online-Lernen, welche Lernvideos, Online-Seminare und ein Lernprogramm enthält. Durch einen persönlichen Onlinezugang ist das Fortbildungspaket ortsunabhängig, flexibel und jederzeit abrufbar.

Makler und Verwalter wählen ihre Wunschinhalte aus, haben einen Überblick über die erreichte Bildungszeit und erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat. Das maßgeschneiderte MaBV Weiterbildungsabo 20h enthält vier Varianten, die innerhalb eines Zeitraums von drei Kalenderjahren gültig sind. Das Abo kostet knapp 500 Euro netto im Jahr. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Maklerakademie.
 

Fazit

Mit der Einführung der Fortbildungspflicht für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter zum 1. August 2018 müssen diese Berufsgruppen alle drei Kalenderjahre 20 Weiterbildungsstunden zu verschiedenen, branchenrelevanten Themen absolvieren. Ob in Präsenz, im Selbststudium oder betriebsintern, das bleibt jedem Makler selbst überlassen. Die Immobilienmakler Zertifikate sollen fünf Jahre lang aufbewahrt werden, damit sie bei Aufforderung durch die erlaubnisgebende Behörde vorgezeigt werden können. Wer in einem Maklerbüro rein administrative Tätigkeiten ausübt, muss sich nicht fortbilden.

 

 

Das könnte Sie auch interessieren